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Lebensmittel: Allergie und Unverträglichkeit


24.04.2017

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Schon vor Hunderten von Jahren wurde der Zusammenhang zwischen Lebensmitteln und negativen Reaktionen des Körpers – bis hin zum Tod beobachtet (Sampson, 2016). Es klagen immer mehr Allergien oder Unverträglichkeiten. Der Wissenschaftszweig rund um das Thema befindet sich aktuell auf Hochtouren. Neue Ergebnisse enthalten Hinweise zu Risikofaktoren, Diagnoseverfahren und die Behandlungsstrategien (Wood, 2015).


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Die Lebensmittelallergie (Anaphylaxie)

Eine allergische Reaktion kann in unterschiedlichem Ausmaß stattfinden: Von leichtem Kribbeln der Ohren bis hin zum Tod.

Eine Forschergruppe um Chafen et.al. (2010) stellte nach einer Untersuchung fest, dass es keine einheitliche Definition gibt. Das liege auch daran, dass es keine einheitlichen Diagnoseverfahren gäbe. Zwar steigt die Zahl an berichteten Allergien – allerdings sei nicht sicher, ob es sich tatsächlich auch um echte Allergien handle. Mit anderen Worten: Es kann sich auch um Einbildung handeln. Dazu hier lesenswerter Artikel aus Spiegel-Online Kinderärzte warnen vor "Diäten-Hype".

Die meisten Experten gehen von einer Auslösung durch das Immunsystem aus. Meist sind im Lebensmittel vorkommende Proteine die Auslöser, da sie vom Immunsystem fälschlicherweise als „Feind“ wahrgenommen werden.

Lebensmittelallergien können im Laufe des Lebens kommen und gehen.

Theoretisch kann jedes Lebensmittel allergische Reaktionen hervorrufen, doch es gibt gehäuft Berichte über Probleme bei:

  • Milch
  • Eier
  • Fisch
  • Meeresfrühchten
  • Erdnüssen
  • Sojabohnen
  • Nüssen
  • Weizen

Mögliche Symptome:

  • Anschwellen von Hals, Augen, Zunge
  • Juckreiz
  • Ausschlag
  • Übelkeit
  • Erbrechen, Durchfall
  • Blutdruckabfall
  • Schwindel
  • Ohnmacht
  • Herzstillstand

Die Lebensmittelunverträglichkeit (Zöliakie)

Die Zöliakie ist davon abzugrenzen. Hier handelt es sich um ein chronisches Unvermögen des Verdauungssystems die Nahrung zu verwerten.

Das kann z.B. an fehlenden Enzymen liegen oder weil das Lebensmittel zu schwer verdaulich ist.

Bei der Lebensmittelunverträglichkeit ist häufig die Menge entscheidend: Oft bereiten kleine Mengen keine Probleme, größere Mengen hingegen schon.

Mögliche Symptome:

  • Bauchschmerzen
  • Vollgefühle
  • Blähungen
  • Krämpfe
  • Kopfschmerzen
  • Ausschlag
  • Müdigkeit
  • allgemeines Unwohlsein

Auslöser können viele Lebensmittel sein. Häufig im Fokus:

  • Milchprodukte (Laktoseintoleranz)
  • Obst, Früchte (Fruktoseintoleranz)
  • Weizen
  • Gluten
  • Alkohol
  • Hefe

Was sollte ich tun?

Zu allererst muss deutlich zu fachgerechter medizinischer Beratung geraten werden. Ein Facharzt kann eine ordentliche Diagnose stellen.

Eine Allergie lässt sich nach aktuellem Stand am besten mit Verzicht begegnen.


Insbesondere bei Unverträglichkeiten kann Ernährungsberatung.de Sie auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse bei mehr Lebensqualität unterstützen:

  • Leckere Rezepte und Ernährungsprogramme mit Alternativen, die Ihr persönliches Problem berücksichtigen
  • Präventivmaßnahmen. Z.B.: Was Mütter von Beginn der Schwangerschaft tun können, um das Risiko für Allergien / Intoleranten zu minimieren
  • Ernährungsprotokolle, die auf für Sie persönlich isbs. problematische Lebensmittel hinweisen

Literaturverzeichnis

  • Chafen, J., & al., e. (2010). Diagnosing and managing common food allergies: a systematic review. JAMA. 2010 May 12;303(18):1848-56. Abgerufen am 08. 01 2017 von http://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/185820
  • Sampson, H. (2016). Food allergy: Past, present and future. Allergol Int. 2016 Oct;65(4):363-369. Abgerufen am 08. 01 2017 von http://www.allergologyinternational.com/article/S1323-8930(16)30113-7/fulltext
  • Wood, R. (2015). Advances in food allergy in 2015. J Allergy Clin Immunol. 2016 Dec;138(6):1541-1547.